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meine Güte ist das lecker…

heute ist Sonntag und für mich Grund genug mal wieder zu backen.

Seit mittlerweile sieben Monaten lebe ich, zwar nicht strikt, aber doch größtenteils glutenfrei.
Grade an Sonntagen fällt mir dann auf, dass wir nichts Leckeres zum Kaffee zu Hause haben. Von ein paar trockenen – und ich meine wirklich trockenen – glutenfreien Keksen einmal abgesehen.

Also habe ich in meinen Rezepten aus meiner „Vorglutenzeit“ gewühlt und ein leckeres Rezept gefunden, dass ich auf eine glutenfreie Variante abgeändert habe. Und, was soll ich sagen: soo LECKER!!  Saftig und süß und nussig und schokoladig und…….   aber probiert selbst:

wohlfuehlinselwelt.com

das brauchst Du:

200 gr. Butter
200 gr. Zucker
1 Prise Salz
4 Eier
1 Bio-Zitrone (wir brauchen die abgeriebene Schale einer 1/2 Zitrone)  oder 1 Beutelchen Zitro-Back
200 gr. glutenfreies Mehl – ich habe Bauckhof Mehl-Mix Kuchen verwendet
200 gr. gemahlene Haselnüsse
2 gestr. TL Backpulver
2-3 reife Bananen (ich habe 3 große Bananen verwendet, sehr reif, sehr süß.. 2 hätten auch gereicht 🙂  )
3 EL Sultaninen
3 EL Rum
1 Block Schokokouvertüre in weiß oder zartbitter oder vollmilch oder gemixt. Ganz nach Belieben

Schon mal vorab:

Die Sultaninen mit dem Rum übergießen, durchmengen und zur Seite stellen.
Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheitzen
Eine Guglhupfform (∅ 24 cm ) mit Butter ausfetten und mit glutenfreien Semmelbrösel ausstreuen.

Jetzt gehts los 🙂

Butter, Zucker, Salz in der Küchenmaschine mit dem Rührbesen schön weich rühren. Nach und nach die 4 Eier und die abgeriebene Zitronenschale dazugeben.

Mehl, Haselnüsse und Backpulver mischen und mit der Zucker-/Buttermischung vermixen.

Während der Teil in der Küchenmaschine schön cremig gerührt wird, die Bananen in dünne Scheiben schneiden und mit dem Rumrosinenmix vermengen. Diese -jetzt beschwipsten- Bananen-Sultaninen mit einem Spatel unter den Teig heben.

Den weichen Teig in die Guglhupfform geben und bei 175°C für 55 Minuten backen.
Nachdem die Form aus dem Ofen raus ist, 10 Minuten ruhen lassen und erst dann auf ein Kuchengitter zum Auskühlen stürzen.

Während der Kuchen so vor sich hindampft und duftet – die Kouvertüre im Wasserbad schmelzen und unverschämt lecker über den Kuchen gießen, oder pinseln oder auftreichen. Danach schön den Tortenschaber von der Restschokolade befreien, ebenso wie das Töpfchen in dem die Schokolade geschmolzen ist. Am besten funktioniert das mit dem Finger…….
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Wenn man jetzt noch nicht völlig satt ist von dem Duft und der Schokoration, dann kann man sofort ein saftig-duftiges Kuchenstück probieren 🙂

Viel Spaß beim Nachbacken und lasst mal hören wie er euch geschmeckt hat.

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XOXO Eure Renate

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Die Achse meiner Welt

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Die Achse meiner Welt

von Dani Atkins
Verlag: KNAUR
Seitenzahl: 316
ISBN: 978-3-426-51539-6
Erschienen: Deutschsprachig August 2014

Klappentext:

Was würdest du tun, wenn dir das Leben eine zweite Chance gäbe?

Stell dir vor, du erwachst in einer perfekten Version deines Lebens.
Greifst du zu und lebst diesen Traum bedingungslos weiter?
Oder fragst du dich, wann deine Welt aus dem Gleichgewicht geriet und was mit deinem alten Leben geschehen ist?
Eine mitreißende Geschichte über Liebe, Familie und Identität – mit einem packenden Ende.

Rachels Leben ist perfekt: sie hat einen gutaussehenden Freund, einen großen Freundeskreis und wird in wenigen Wochen ihr Studium beginnen. Doch dann geschieht dieser schreckliche Unfall, der ihr alles nimmt, was sie liebt.  Rachel zieht sich voller beklemmender Schuldgefühle zurück – denn sie hat nur überlebt, weil ihr bester Feund Jimmy ihr das Leben rettete und dafür mit seinem eigenen bezahlte.

Die Hochzeit ihrer engsten Freundin lässt Rachel nach fünf Jahren zum ersten Mal an den Ort der Tragödie zurückkehren. Aber die Erinnerungen sind zu viel für Rachel, und sie bricht zusammen. Als sie im Krankenhaus erwacht, traut sie ihren Augen nicht. Ihr Leben ist plötzlich genau so, wie sie es sich immer erhofft hat: Sie hat einen Traumjob und ist verlobt. Und neben ihrem Bett steht Jimmy – kerngesund und mit seinem schönsten Lächeln.

Textprobe:

Mein erstes leben endete an einem eisigen Dezemberabend um 22:37 Uhr auf einer einsamen Straße neben der alten Kirche.
Mein zweites Leben begann etwa zehn Stunden später, als ich im grellen Licht des Krankenzimmers erwachte – mit einer großen Kopfwunde und einer Vergangenheit, an die ich keinerlei Erinnerung besaß. Dass Freunde und Verwandte mein Bett umringen, hätte es mir eigentlich erleichtern sollen, half aber nichts, weil einer aus dieser Runde schon seit geraumer Zeit tot war.

Meine Meinung:

Dieses Buch entführt in eine Welt, in der manches anders ist als es sein sollte. Die Protagonistin Rachel hat vor 5 Jahren ihren besten Freund verloren, als dieser ihr das Leben rettete. Über dieses Ereignis kommt sie nie hinweg. Und nicht nur das; ihn ihrem ganzen Leben scheint nichts wirklich gut zu laufen. Schmerz, Trauer, Krankheit, Tod scheinen ihre ständigen Begleiter. Doch dann passiert etwas und sie wacht in einem „neuen“ zumindest jedoch anderen Leben auf. In einem Leben, in dem ihr verstorbener Freund Jimmy sehr lebendig an ihrem Bett steht.

Ich konnte Rachel gut verstehen, dass sie alles versucht um zu verstehen was geschehen ist und sich in dem neuen glücklichen und perfekten Leben nur langsam zurechtfindet. Irgendetwas stimmt nicht.

Das Buch hat mich absolut gefesselt. Innerhalb von 2 Tagen hatte ich es fertig, trotz Arbeit 😉 denn ich wollte es am liebsten nicht mehr aus der Hand legen,

Der Schreibstil er Autorin fließt leicht dahin, ist gefühlvoll und durch witzige Ideen teilweise zum Lachen komisch.
So wirkt das Buch nie düster, sondern lebendig und spannend. Alles hat in diesem Buch seinen Platz: Unheimliches, Ungewöhnliches, Lustiges, Spannendes, der Wert von Freundschaft, die Liebe der Familie und Schicksalsschläge.

Das Ende ist einleuchtend, trotzdem überraschen und tief berührend.

Fazit:

Eine absolute Leseempfehlung. Von mir gibt es 5 Inselchen von 5

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30/10 Projekt – Tag 4 – einfach auf die Matte

Oggl_092510 Minuten Stille. 10 Minuten Zeit für mich. Niemand möchte etwas von mir und es wartet auch nicht Wichtiges auf mich.
Ich gönne mir die einzelnen Bewegung laaangsaam auszuführen. Mein Atem fließt wie von selbst und ich entdecke überrascht, dass sich der Atem den Bewegungen wie von selbst anpasst. Oder sind es die Bewegungen die sich dem Atmen anpassen?? Wie auch immer… egal…. meine Zeit. Es darf einfach gut tun. Wann gönnt man sich sowas schon mal?

Heute ist Samstag und ich bin vor einer Stunde mit der besten Tochter von einer ausgedehnten Shoppingtour wieder zu Hause angekommen. Müde und mit viiel Lust auf einen Cappuccino.

Dann habe ich mir aber meine Matte geschnappt, ein Kerzelchen angemacht und den Wecker gestellt. 10 Minuten.
Ich habe wieder den Sonnengruß geübt….. und er fühlte sich ganz anders an…?!
Erstaunlich. Liegt es daran, dass nach einem turbulenten Tag so ganz plötzlich Ruhe einkehrt und man sich dann anders fühlt?? So wie wenn Besuch da war und der sich dann irgendwann nach viel lachen, erzählen und Trubel wieder verabschiedet. Dann kommt mir das Haus auch oft so ungewohnt still vor. So ähnlich geht es mir heute beim Yoga.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren ob mir dieses Gefühl nun gefällt oder nicht… .Hm… es zeigt mir doch zumindest, dass mich Yoga ganz schnell und vielleicht auch unvermittelt in eine Stille bringt, die in einem großen Gegensatz zum heutigen Tag steht.

Auf meiner Matte bin ich ganz bei mir. Spüre meinen Körper und für meine Gedanken gibt es keine Ablenkung mehr. Den ganzen Tag nehmen meine Sinne auf. Geräusche. Bilder. Farben. Begegnungen. Musik. Nachrichten. So vieles fließt vorbei. Das meiste unbewusst und unbeachtet. Doch auf meiner Yogamatte war es heute, als würde ich es während des gewohnten Ablaufes und Bewegens sortieren und „verdauen“.

Und noch etwas ist mir aufgefallen: Die einzelnen Asanas fielen mir leichter als am 1. Tag!
Ich hatte heute immerhin die Möglichkeit auf meinen Atem zu achten, da mein Körperchen brav und geschmeidig in die Haltungen geglitten ist. Immer noch wird mir immens warm bei diesen „nur“ 10 Minuten aber etwas ist anders. Schön! 🙂

Den Link zum Mondgruß von der lieben Zitronentarte habe ich erst später entdeckt, sonst hätte ich heute mit Sicherheit den Mundgruß ausprobiert. Denn es war ja doch schon 18.00 Uhr und nach dem Shoppen wäre es bestimmt eine tolle Abfolge geworden. Aber es liegen ja noch einige Tage vor mir ❤

Jetzt bin ich durchgewärmt und entspannt und ein wenig müde. So wohlig in Feierabend-Stimmung 🙂

XOXO Renate

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30/10 Projekt – 3. Tag – total fertig

das heute ist so ein typischer Tag, wie er mir schon so oft in die Parade gefahren ist. Aber: heute bin ich auf der Hut!

Heute morgen, zu meiner Yogazeit, hatte ich nicht eine Minute um zu üben. Freitags ist schwierig. Da habe ich das Haus voll. Mit unserer Sekretärin und meiner Perle die durchs Haus wirbelt ist an Yoga nicht zu denken.

Doch ich nehme mir gaaanz fest vor es heute Abend nachzuholen. Bestimmt. Naja, ich melde mich ob´s geklappt hat 😉

WP_20140505_017Und… geübt??

Endlich wieder zu Hause. Nach den Bürostunden bin ich noch in die nahe Großstadt gefahren und habe mich mit meinen Lieblingsmenschen getroffen und bei Kaffee geratscht, die Sonne genossen und gelacht. Einfach super schön. Und jetzt bin ich redlich müde. Ich fühle mich so, wie mein Hund aussieht 🙂

Aber: Es wartet ja noch mein Yoga auf mich. Also habe ich die Matte ausgerollt und wirklich losgelegt. Nicht mit den Sonnengrüßen, sondern mit Allem was meinem Rücken gut tut: Beckenschaukel, Kuh und  Katze, Krokodil, Drehsitz, Langsitz….

Ich habe das Gefühl meinen Rücken wieder entspannt und die Wirbel „aufgefädelt“ zu haben. Das tat jetzt noch richtig gut. Trotz Müdigkeit. Aber ich will ehrlich sein: ohne mein Projekt hätte ich wahrscheinlich geschwänzt 😉 Dabei sind die Minuten nur so geflogen.

Ich weiß, dass es neben den Sonnengruß auch eine Abfolge für den Abend gibt. Mondgruß???  Aber leider kenne ihn den Ablauf nicht. Schade. Darauf hätte ich so richtig Lust gehabt.

Kann mir jemand von Euch weiterhelfen? Kennt jemand diese Übungsfolge für Abends? Ich würde mich über Kommentare riesig freuen.

Jetzt wünsche ich Euch noch einen schönen Abend

Alles Liebe
XOXO Renate

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30/10 Projekt – 2. Tag

… und weiter geht es mit den 30 Tagen und 10 Minuten Yoga. Und: heute hatte ich sogar Besuch… wenn auch nicht ganz so angenehmen 😉

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Es ist ja doch so, auch wenn es „nur“ 10 Minuten Yoga sind, so habe ich dabei doch gerne meine Ruhe. Also hab ich mir den Morgen ausgesucht für meine Zeit auf der Matte. Denn: nach dem Frühstück geht mein Herzallerliebster mit unserem Hund über die Felder und die beste Tochter von allen klappt um 7.00 h die Tür zu um zum Bus zu sprinten.

Normalerweise! Heute jedoch hatten es Töchterlein nicht eilig. Jetzt lockt das schöne Wetter und da wird mit dem Rad gefahren. Also heißt das: erst viel später los. So um halb acht. Und da bei mir ja auch morgens die Praxistermine starten ist das alles doch ziemlich getaktet. Da linse ich schon auf die Uhr wenn mir Minuten flöten gehen.

Wäre das nicht eine herrliche Ausrede um heute mal nicht…….

Aber ich habe – nachdem alle draußen waren – meine Matte ausgerollt, die Uhr gestartet und dann durchgeatmet.
Zeit um die Schultern zu kreisen (Gott bin ich verspannt), mich dann wieder zum Himmel zu strecken (herrlich – wie das räckeln morgens im Bett), nach unten zu fließen – oder ist es ein sich fallen lassen?? (meine Güte ich merke die Muskeln auf der Beinrückseite) und mit dem Sonnengruß mitzugehen.

Die Mamsell

Die Gedanken sind heute auf jeden Fall ruhiger. Es gibt auch keine Diskussion mit mir selbst. Ich bemerke nur erstaunt, dass ich (mal wieder??) in meinen Perfektionswahn falle.
Die strenge Mamsell in mir nörgelt mal wieder: „Na, der Winkel des aufgestellten Beines stimmt aber so auch nicht. Wenn du es nicht richtig machst, dann kannst du es auch gleich lassen“ Mit einer lässigen Handbewegung wische ich einfach ihren Einwand beiseite: „Besser falsch als gar nicht. Ich lasse mir die Zeit und werde es nach und nach korrigieren“ schnappe ich  zurück. Da ist dann Ruhe und ich kann mich wieder auf´s Üben konzentrieren.

Doch die Mamsell schleicht um mich rum, mit ihrer spitzen Nase und dem strengen Dutt. Die macht mich noch ganz irre. Kann sie nicht einfach irgendwo anders hin??  „Solltest du nicht  auch andere Übungen machen?? Nur der Sonnengruß das ist doch nichts!“ näselt sie. Ich bin ja so stolz auf meine unendliche Geduld: „Nein, wir machen jetzt einfach nur den Sonnengruß. Das soll so!“ ….Nicht weiter drauf achten. Und den Fuss vor und jetzt den zweiten….runter… rauf…Hände vor die Brust…
Nach einem strengen Blick und einem „pfffft“ verschwindet sie endlich.
Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich nur noch 2:39 Minuten habe. Da hab ich doch zumindest schon mal später auf die Uhr geguckt als gestern. Und es fällt mir jetzt auch gar nicht so schwer. Ich schwitze zwar aber ich genieße es auch 🙂

Jetzt hab´ ich sie

Wo taucht die Mamsell eigentlich sonst noch so auf? Der Gedanke: „wenn du es  da du es (jetzt) nicht richtig machst, brauchst du es erst gar nicht machen“ taucht bei mir doch öfter auf. Gerne bei gesunden Dingen. Oder auch unangenehmen (wie Kellerräumen). Wie auf der Matte, so im Leben. Vielleicht liegt in meinen 10 Minuten ja die Chance dieses nasale Nörgeln schneller zu erkennen und zum Schweigen zu bringen?? Die Mamsell blickt mir über die Schulter und liest indigniert diese Zeilen, steckt eine lose Haarsträhne wieder in den Dutt und verschwindet mit einem leisen „puff“.

Ich glaube jetzt ist sie beleidigt 😉

Wohnt bei Euch auch so eine Mamsell, die Dauernörglerin die immer alles besser weiß?? Lasst mir doch einen Kommentar da. Ich freue mich drüber! 🙂

XOXO Eure Renate

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30/10 Projekt – Yoga 1. Tag

30/10 Projekt soll heißen: 30 Tage lang täglich 10 Minuten Yoga.

…. jaja… es ist immer noch ein Thema, an dem ich arbeite. Meine täglichen 10 Minuten. Man möchte nicht glauben was mir da alles so einfällt warum es gerade jetzt – gerade heute – nicht geht. Da gibt es terminliche, gesundheitliche, familiäre, seelische und unerklärbare Gründe. Beliebig auswechselbar.

Frühlingsblumen

Deshalb habe ich mich jetzt entschlossen das Ganze als Projekt zu verpacken.

Denn die Bestandsaufnahme ist: ich habe zu viel auf den Rippen, werde immer unbeweglicher und bin mit mir ganz und gar nicht zufrieden.

Ziel

Und was möchte ich mit diesem Projekt?

Eigentlich „nur“ beobachten.
Ich habe so viele gehört die sagen: „Ach 10 Minuten bringen doch wirklich gaar nichts. Da musst du schon wenigstens 30 Minuten täglich üben, damit du was merkst“.  Aber es ist mit so manchen Dingen. Jeder weiß was – aber keiner weiß es wirklich. Hat es ausprobiert oder mit jemandem gesprochen der es ausprobiert hat. Ich möchte also in diesen Tagen einfach nur beobachten was passiert mit mir?

  • Wie geht es mir während des Übens?
  • und danach?
  • Was verändert sich körperlich?
  • Ändert sich überhaupt etwas?
  • Bekomme ich vielleicht mehr Lust an der Bewegung und damit auch an Joggen etc?? (Das käme einem Wunder gleich, aber ich traue Yoga ja so einiges zu 😉  )
  • Wie verändert es mein Denken, Fühlen?
  • oder bringen diese paar Minuten wirklich gar nichts – wie viele behaupten?
„Erstes“ Üben – 1. Tag

Ich habe beschlossen mit einem 10 Minuten Fluss von suryanamaskar – Sonnengrüßen – zu starten. Also 10 Minuten Sonnengrüße. Eigentlich kein Problem… dachte ich!
Beginnend mit dem Strecken und dehnen nach oben, dem fließen nach unten und dem Ablauf komme ich so langsam wieder in den gewohnten Fluss.
Zum Himmel… zur Erde…. im Hund den Rücken strecken *hmm tut gut*… nach vorne… und runter…

Da ertappe ich mich bereits nach ein paar Minütchen – es können höchstens 2 gewesen sein – dass ich mir schon überlege warum ich das hier eigentlich jetzt abrechen sollte: Ich muss dringend telefonieren, und eine Mail schreiben bevor ich´s vergesse, und eine Whatsapp wegen einem Termin soll auch schnell raus. Also warum nicht mal kurz unterbrechen und das alles erledigen. Ist doch dann viel entspannter und dauert ja auch nicht lange. Ein kleines Teufelchen im Ohr hat wirklich gute Argumente. Aber ich muss lachen. Himmel, es sind doch erst ein paar Minuten und ich bin schon auf der Flucht?? Wie auf der Matte, so im Leben heißt es doch. Haue ich da auch ab, wenn es mir zu anstrengend wird??

Während ich darüber nachdenke fließe ich weiter im suryanamaskar. Einfach Eins ans Andere reihend. Und so langsam wird mir warm. „Reicht schon! Zeit ist eh gleich um!!!“ Höre ich es in mir krähen. Also gut. Ein Blick auf die Uhr: noch 5:39 Minuten. Meine Güte. Ich hab das doch noch nie als so anstrengend empfunden.

Also zwinge ich mich weiter in mein Yoga. Das kann doch nicht sein, dass das so schwer ist. Ich weiß aus meinem früheren Yoga-Alltag, dass es immer einmal Tage gibt, an denen die Yogapraxis sich langzieht wie Kaugummi und an anderen kann ich gar nicht genug bekommen.

Heute ich ein Kaugummi-Tag.

Die letzte Runde kommt mir vor als müsse ich einen Elefanten zum Markt tragen. Ich schwitze und mein Körper fühlt sich träge und schwer an.
Dann erlöst mich das helle Ping meines Handys. Zeit um! Geschafft!

Und dann??

schwitzend habe ich heute meine Matte wieder aufgerollt. Ich finde es spannend wie aggressiv ich werden kann, wenn ich durch etwas Unangenehmes gezwungen werde. Selbst wenn ich es selbst bin, die sich zwingt. Aber ich habe es geschafft. Und mein Körper fühlt sich warm und – ich glaube es kaum – geschmeidig bewegt an.
Nur 10 Minuten – spannend *gnihihi*

Sagt mal, kennt ihr das auch? Das selbst so kurze 10 Minuten so schwer einzuhalten sind? Wie schafft ihr es euch nicht ablenken zu lassen. Ich freue mich über Eure Kommentare 🙂

XOXO Renate

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Zwielichtlande – Schattentochter

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Zwielichtlande – Schattentochter

von Erin Kellison
Verlag: LYX
Seitenzahl: 380
ISBN: 978-3-8025-8471-8
Erschienen: Deutschsprachig August 2011

Klappentext:

Sie ist die Tochter der Schatten… und die Hoffnung der Welt!

Nachdem Adam Thorne mitansehen musse, wie sein Bruder zu einem seelenlosen Geschöpf wurde und ihre Eltern tötete, sucht er nach einem Weg, ihn zu vernichten. Da begegnet er der geheimnisvollen Dr. Talia O´Brian, die schon bald tiefe Gefühle in ihm weckt. Talia ist auf der Flucht vor den Seelenlosen, denn sie gebietet über die einzige Macht, welche die dämonischen Jäger besiegen kann…

Die Welt wird von seelenlosen Wesen heimgesucht, die den Menschen die Essenz aussaugen und sie in unsterbliche Geschöpfe verwandeln. Sie zu verletzen oder zu töten ist keinem Menschen möglich. Auch Adam Thornes Bruder wurde von diesem Schicksal ereilt. Nachdem Adam mitansehen musste, wie sein Bruder ihre Eltern tötete, sucht er nach einem Weg, ihn zu vernichten. Dazu hat er eigens ein Forschungsinstitut gegründet. Als er der geheimnisvollen Dr. Talia O´Brian begegnet, glaubt er, der Lösung nahe zu sein. Talia verfügt über ungewöhnliche Fähigkeiten: Sie kann die Schatten um sich weben und durch bloße Berührung die Gefühle eines Menschen spüren. Adam ist fasziniert von der zarten Schönheit, die schon bald eine tiefe Leidenschaft in ihm weckt. Doch die Seelenlosen sind Talia auf den Fersen, da sie Zugang zu der Macht besitzt, welche die dämonischen Jäger zu töten vermag. Aber Talia begreift ihre Kräfte selbst kaum und fürchtet sich vor der Kreatur, die sie durch ihre Stimme herbeirufen kann. Ist der geheimnisvolle Schattenmann, der als Einziger die Seelenlosen vernichten kann, wirklich auf ihrer Seite, oder beschwört sie durch die Vernichtung des einen Übels ein noch viel größeres Unheil herauf?

Textprobe:

Ein Lichtstrahl in tiefer Dunkelheit.
Der Meister aus dem Reich des Todes zog den Umhang schützend vor das Gesicht, damit ihn das intensive Leuchten nicht so stark blendete. Vergeblich. Denn die Frau war in seinem Kopf und glänzte wie flüssiges Gold. Das Feuer ihrer Seele drang heiß durch die Schleier, die die Welt der Sterblichen von den Zwielichtlanden trennte, und strich sanft über seine Haut. Sie, die Sonne, war mächtig genug, selbst ihm zuzusetzen.
Von seinem dunklen Versteck aus spähte er in ihr Zimmer. Das Bett gemacht, das Kopfkissen unberührt. Er war zu früh erschienen, um auf den wilden Wellen ihrer Träume zu reiten und ihre nagenden Schmerzen und Sorgen zu lindern, damit sie sich ausruhen konnte. So hatte er es seit ihrer Kindheit getan. Dass das Inventar des Krankenzimmers unbenutzt in eine Ecke gepfercht stand, gefiel ihm. Volle Sauerstoffflaschen warteten neben Maschinen, die mit aufgerollten Kabeln untätig vor sich hinsummten.
Mit dem Pinsel in der Hand saß sie auf einem Stuhl vor ihrer Staffelei und musterte ein tiefes dunkles Dreieck, das der Schein der Nachttischlampe herausschnitt. Während sie in seine Schattenwelt blickte, betrachtete er staunend die ihre. Auf die vor ihr stehende Leinwand hatte sie eine Märchenlandschaft gemalt: Satte Hügel, gesäumt von einem dunklen Wald, leuteten im Licht der Sterne. Dahinter erstreckte sich das weite graue Meer.
Ihr Herz verkrampfte sich, und je näher ihre Zeit rückte, deso durchlässiger wurden die Schleier zwischen ihnen. Ebenso sehr wie er sich freute, als ihr plötzlicher Schmerz in ihm widerhallte, wehrte er sich dagegen, etwas von ihr zu spüren.

Meine Meinung:

In der Geschichte geht es zum Einen um die Beziehung zwischen Adam und Talia und zum Anderen um den Kampf gegen die Seelenlosen. Diese sind in die Welt der Sterblichen eingedrungen und bringen Schmerz und Angst. Woher sie kommen und warum sie Talia jagen bleibt bis zum Schluss unklar. Diese Wesen scheinen unbesiegbar zu sein. Lediglich Talia hat ihnen etwas entgegenzusetzen. Das Verschwimmen der Welten  – der der Sterblichen und der Welt der Zwielichtlande – hat mich immer weiterlesen lassen.
Die Story ist schnell – teilweise atemlos. Es gibt nur kurze „Verschnaufpausen“, denn kurzerhand wird Adam, der die Seelenlosen vernichten möchte, vom Jäger zum Gejagten. Ich habe immer auf die nächste Wendung, die nächste Erklärung gewartet.

Obwohl ja jeder in der Geschwindigkeit liest, die er nunmal hat (klingt irgendwie merkwürdig… 😉  ), hatte ich selbst bei dem Buch immer das Gefühl ich hetze der Handlung hinterher und alles geht so rasend schnell, dass man kaum Zeit hat in der Situation anzukommen. Das hat mich etwas gestört – ist allerdings vielleicht nur „mein Ding“.

Da die Geschichte selbst spannend ist, werde ich mir den nächsten Teil:  Zwielichtlande – Schattentanz mit Sicherheit auch zu Gemüte führen und bin gespannt, ob sich bei mir wieder das Gefühl von „Gott neee – watt für ein Gehetzte“ einstellt.

Fazit: Spannend, schnell und mit einer -wie kann es anders sein 🙂  – Liebesgeschichte.

Von mir gibts 4 Inselchen von 5

woijawoija woija woijawoino