Zwielichtlande – Schattentochter

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Zwielichtlande – Schattentochter

von Erin Kellison
Verlag: LYX
Seitenzahl: 380
ISBN: 978-3-8025-8471-8
Erschienen: Deutschsprachig August 2011

Klappentext:

Sie ist die Tochter der Schatten… und die Hoffnung der Welt!

Nachdem Adam Thorne mitansehen musse, wie sein Bruder zu einem seelenlosen Geschöpf wurde und ihre Eltern tötete, sucht er nach einem Weg, ihn zu vernichten. Da begegnet er der geheimnisvollen Dr. Talia O´Brian, die schon bald tiefe Gefühle in ihm weckt. Talia ist auf der Flucht vor den Seelenlosen, denn sie gebietet über die einzige Macht, welche die dämonischen Jäger besiegen kann…

Die Welt wird von seelenlosen Wesen heimgesucht, die den Menschen die Essenz aussaugen und sie in unsterbliche Geschöpfe verwandeln. Sie zu verletzen oder zu töten ist keinem Menschen möglich. Auch Adam Thornes Bruder wurde von diesem Schicksal ereilt. Nachdem Adam mitansehen musste, wie sein Bruder ihre Eltern tötete, sucht er nach einem Weg, ihn zu vernichten. Dazu hat er eigens ein Forschungsinstitut gegründet. Als er der geheimnisvollen Dr. Talia O´Brian begegnet, glaubt er, der Lösung nahe zu sein. Talia verfügt über ungewöhnliche Fähigkeiten: Sie kann die Schatten um sich weben und durch bloße Berührung die Gefühle eines Menschen spüren. Adam ist fasziniert von der zarten Schönheit, die schon bald eine tiefe Leidenschaft in ihm weckt. Doch die Seelenlosen sind Talia auf den Fersen, da sie Zugang zu der Macht besitzt, welche die dämonischen Jäger zu töten vermag. Aber Talia begreift ihre Kräfte selbst kaum und fürchtet sich vor der Kreatur, die sie durch ihre Stimme herbeirufen kann. Ist der geheimnisvolle Schattenmann, der als Einziger die Seelenlosen vernichten kann, wirklich auf ihrer Seite, oder beschwört sie durch die Vernichtung des einen Übels ein noch viel größeres Unheil herauf?

Textprobe:

Ein Lichtstrahl in tiefer Dunkelheit.
Der Meister aus dem Reich des Todes zog den Umhang schützend vor das Gesicht, damit ihn das intensive Leuchten nicht so stark blendete. Vergeblich. Denn die Frau war in seinem Kopf und glänzte wie flüssiges Gold. Das Feuer ihrer Seele drang heiß durch die Schleier, die die Welt der Sterblichen von den Zwielichtlanden trennte, und strich sanft über seine Haut. Sie, die Sonne, war mächtig genug, selbst ihm zuzusetzen.
Von seinem dunklen Versteck aus spähte er in ihr Zimmer. Das Bett gemacht, das Kopfkissen unberührt. Er war zu früh erschienen, um auf den wilden Wellen ihrer Träume zu reiten und ihre nagenden Schmerzen und Sorgen zu lindern, damit sie sich ausruhen konnte. So hatte er es seit ihrer Kindheit getan. Dass das Inventar des Krankenzimmers unbenutzt in eine Ecke gepfercht stand, gefiel ihm. Volle Sauerstoffflaschen warteten neben Maschinen, die mit aufgerollten Kabeln untätig vor sich hinsummten.
Mit dem Pinsel in der Hand saß sie auf einem Stuhl vor ihrer Staffelei und musterte ein tiefes dunkles Dreieck, das der Schein der Nachttischlampe herausschnitt. Während sie in seine Schattenwelt blickte, betrachtete er staunend die ihre. Auf die vor ihr stehende Leinwand hatte sie eine Märchenlandschaft gemalt: Satte Hügel, gesäumt von einem dunklen Wald, leuteten im Licht der Sterne. Dahinter erstreckte sich das weite graue Meer.
Ihr Herz verkrampfte sich, und je näher ihre Zeit rückte, deso durchlässiger wurden die Schleier zwischen ihnen. Ebenso sehr wie er sich freute, als ihr plötzlicher Schmerz in ihm widerhallte, wehrte er sich dagegen, etwas von ihr zu spüren.

Meine Meinung:

In der Geschichte geht es zum Einen um die Beziehung zwischen Adam und Talia und zum Anderen um den Kampf gegen die Seelenlosen. Diese sind in die Welt der Sterblichen eingedrungen und bringen Schmerz und Angst. Woher sie kommen und warum sie Talia jagen bleibt bis zum Schluss unklar. Diese Wesen scheinen unbesiegbar zu sein. Lediglich Talia hat ihnen etwas entgegenzusetzen. Das Verschwimmen der Welten  – der der Sterblichen und der Welt der Zwielichtlande – hat mich immer weiterlesen lassen.
Die Story ist schnell – teilweise atemlos. Es gibt nur kurze „Verschnaufpausen“, denn kurzerhand wird Adam, der die Seelenlosen vernichten möchte, vom Jäger zum Gejagten. Ich habe immer auf die nächste Wendung, die nächste Erklärung gewartet.

Obwohl ja jeder in der Geschwindigkeit liest, die er nunmal hat (klingt irgendwie merkwürdig… 😉  ), hatte ich selbst bei dem Buch immer das Gefühl ich hetze der Handlung hinterher und alles geht so rasend schnell, dass man kaum Zeit hat in der Situation anzukommen. Das hat mich etwas gestört – ist allerdings vielleicht nur „mein Ding“.

Da die Geschichte selbst spannend ist, werde ich mir den nächsten Teil:  Zwielichtlande – Schattentanz mit Sicherheit auch zu Gemüte führen und bin gespannt, ob sich bei mir wieder das Gefühl von „Gott neee – watt für ein Gehetzte“ einstellt.

Fazit: Spannend, schnell und mit einer -wie kann es anders sein 🙂  – Liebesgeschichte.

Von mir gibts 4 Inselchen von 5

woijawoija woija woijawoino

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