30/10 Projekt – 2. Tag

… und weiter geht es mit den 30 Tagen und 10 Minuten Yoga. Und: heute hatte ich sogar Besuch… wenn auch nicht ganz so angenehmen 😉

Oggl_0917

Es ist ja doch so, auch wenn es „nur“ 10 Minuten Yoga sind, so habe ich dabei doch gerne meine Ruhe. Also hab ich mir den Morgen ausgesucht für meine Zeit auf der Matte. Denn: nach dem Frühstück geht mein Herzallerliebster mit unserem Hund über die Felder und die beste Tochter von allen klappt um 7.00 h die Tür zu um zum Bus zu sprinten.

Normalerweise! Heute jedoch hatten es Töchterlein nicht eilig. Jetzt lockt das schöne Wetter und da wird mit dem Rad gefahren. Also heißt das: erst viel später los. So um halb acht. Und da bei mir ja auch morgens die Praxistermine starten ist das alles doch ziemlich getaktet. Da linse ich schon auf die Uhr wenn mir Minuten flöten gehen.

Wäre das nicht eine herrliche Ausrede um heute mal nicht…….

Aber ich habe – nachdem alle draußen waren – meine Matte ausgerollt, die Uhr gestartet und dann durchgeatmet.
Zeit um die Schultern zu kreisen (Gott bin ich verspannt), mich dann wieder zum Himmel zu strecken (herrlich – wie das räckeln morgens im Bett), nach unten zu fließen – oder ist es ein sich fallen lassen?? (meine Güte ich merke die Muskeln auf der Beinrückseite) und mit dem Sonnengruß mitzugehen.

Die Mamsell

Die Gedanken sind heute auf jeden Fall ruhiger. Es gibt auch keine Diskussion mit mir selbst. Ich bemerke nur erstaunt, dass ich (mal wieder??) in meinen Perfektionswahn falle.
Die strenge Mamsell in mir nörgelt mal wieder: „Na, der Winkel des aufgestellten Beines stimmt aber so auch nicht. Wenn du es nicht richtig machst, dann kannst du es auch gleich lassen“ Mit einer lässigen Handbewegung wische ich einfach ihren Einwand beiseite: „Besser falsch als gar nicht. Ich lasse mir die Zeit und werde es nach und nach korrigieren“ schnappe ich  zurück. Da ist dann Ruhe und ich kann mich wieder auf´s Üben konzentrieren.

Doch die Mamsell schleicht um mich rum, mit ihrer spitzen Nase und dem strengen Dutt. Die macht mich noch ganz irre. Kann sie nicht einfach irgendwo anders hin??  „Solltest du nicht  auch andere Übungen machen?? Nur der Sonnengruß das ist doch nichts!“ näselt sie. Ich bin ja so stolz auf meine unendliche Geduld: „Nein, wir machen jetzt einfach nur den Sonnengruß. Das soll so!“ ….Nicht weiter drauf achten. Und den Fuss vor und jetzt den zweiten….runter… rauf…Hände vor die Brust…
Nach einem strengen Blick und einem „pfffft“ verschwindet sie endlich.
Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich nur noch 2:39 Minuten habe. Da hab ich doch zumindest schon mal später auf die Uhr geguckt als gestern. Und es fällt mir jetzt auch gar nicht so schwer. Ich schwitze zwar aber ich genieße es auch 🙂

Jetzt hab´ ich sie

Wo taucht die Mamsell eigentlich sonst noch so auf? Der Gedanke: „wenn du es  da du es (jetzt) nicht richtig machst, brauchst du es erst gar nicht machen“ taucht bei mir doch öfter auf. Gerne bei gesunden Dingen. Oder auch unangenehmen (wie Kellerräumen). Wie auf der Matte, so im Leben. Vielleicht liegt in meinen 10 Minuten ja die Chance dieses nasale Nörgeln schneller zu erkennen und zum Schweigen zu bringen?? Die Mamsell blickt mir über die Schulter und liest indigniert diese Zeilen, steckt eine lose Haarsträhne wieder in den Dutt und verschwindet mit einem leisen „puff“.

Ich glaube jetzt ist sie beleidigt 😉

Wohnt bei Euch auch so eine Mamsell, die Dauernörglerin die immer alles besser weiß?? Lasst mir doch einen Kommentar da. Ich freue mich drüber! 🙂

XOXO Eure Renate

2 Gedanken zu “30/10 Projekt – 2. Tag

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