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30/10 Projekt – 2. Tag

… und weiter geht es mit den 30 Tagen und 10 Minuten Yoga. Und: heute hatte ich sogar Besuch… wenn auch nicht ganz so angenehmen 😉

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Es ist ja doch so, auch wenn es „nur“ 10 Minuten Yoga sind, so habe ich dabei doch gerne meine Ruhe. Also hab ich mir den Morgen ausgesucht für meine Zeit auf der Matte. Denn: nach dem Frühstück geht mein Herzallerliebster mit unserem Hund über die Felder und die beste Tochter von allen klappt um 7.00 h die Tür zu um zum Bus zu sprinten.

Normalerweise! Heute jedoch hatten es Töchterlein nicht eilig. Jetzt lockt das schöne Wetter und da wird mit dem Rad gefahren. Also heißt das: erst viel später los. So um halb acht. Und da bei mir ja auch morgens die Praxistermine starten ist das alles doch ziemlich getaktet. Da linse ich schon auf die Uhr wenn mir Minuten flöten gehen.

Wäre das nicht eine herrliche Ausrede um heute mal nicht…….

Aber ich habe – nachdem alle draußen waren – meine Matte ausgerollt, die Uhr gestartet und dann durchgeatmet.
Zeit um die Schultern zu kreisen (Gott bin ich verspannt), mich dann wieder zum Himmel zu strecken (herrlich – wie das räckeln morgens im Bett), nach unten zu fließen – oder ist es ein sich fallen lassen?? (meine Güte ich merke die Muskeln auf der Beinrückseite) und mit dem Sonnengruß mitzugehen.

Die Mamsell

Die Gedanken sind heute auf jeden Fall ruhiger. Es gibt auch keine Diskussion mit mir selbst. Ich bemerke nur erstaunt, dass ich (mal wieder??) in meinen Perfektionswahn falle.
Die strenge Mamsell in mir nörgelt mal wieder: „Na, der Winkel des aufgestellten Beines stimmt aber so auch nicht. Wenn du es nicht richtig machst, dann kannst du es auch gleich lassen“ Mit einer lässigen Handbewegung wische ich einfach ihren Einwand beiseite: „Besser falsch als gar nicht. Ich lasse mir die Zeit und werde es nach und nach korrigieren“ schnappe ich  zurück. Da ist dann Ruhe und ich kann mich wieder auf´s Üben konzentrieren.

Doch die Mamsell schleicht um mich rum, mit ihrer spitzen Nase und dem strengen Dutt. Die macht mich noch ganz irre. Kann sie nicht einfach irgendwo anders hin??  „Solltest du nicht  auch andere Übungen machen?? Nur der Sonnengruß das ist doch nichts!“ näselt sie. Ich bin ja so stolz auf meine unendliche Geduld: „Nein, wir machen jetzt einfach nur den Sonnengruß. Das soll so!“ ….Nicht weiter drauf achten. Und den Fuss vor und jetzt den zweiten….runter… rauf…Hände vor die Brust…
Nach einem strengen Blick und einem „pfffft“ verschwindet sie endlich.
Ein Blick auf die Uhr zeigt mir, dass ich nur noch 2:39 Minuten habe. Da hab ich doch zumindest schon mal später auf die Uhr geguckt als gestern. Und es fällt mir jetzt auch gar nicht so schwer. Ich schwitze zwar aber ich genieße es auch 🙂

Jetzt hab´ ich sie

Wo taucht die Mamsell eigentlich sonst noch so auf? Der Gedanke: „wenn du es  da du es (jetzt) nicht richtig machst, brauchst du es erst gar nicht machen“ taucht bei mir doch öfter auf. Gerne bei gesunden Dingen. Oder auch unangenehmen (wie Kellerräumen). Wie auf der Matte, so im Leben. Vielleicht liegt in meinen 10 Minuten ja die Chance dieses nasale Nörgeln schneller zu erkennen und zum Schweigen zu bringen?? Die Mamsell blickt mir über die Schulter und liest indigniert diese Zeilen, steckt eine lose Haarsträhne wieder in den Dutt und verschwindet mit einem leisen „puff“.

Ich glaube jetzt ist sie beleidigt 😉

Wohnt bei Euch auch so eine Mamsell, die Dauernörglerin die immer alles besser weiß?? Lasst mir doch einen Kommentar da. Ich freue mich drüber! 🙂

XOXO Eure Renate

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Jetzt isses soweit…

Letzte Woche ist es tatsächlich passiert. Nach dem morgendlichen Familienfrühstück, Tisch abdecken und Kaffee geniessen fand ich mich plötzlich – einfach so – auf meiner Yogamatte wieder. Meine Übungszeit war schon fast um und ich habe mir schonmal den Gedanken gegönnt dass ich „jetzt gleich auf meiner tracker-Liste mein Geschafft-Pünktchen aufkleben kann“… da habe ich erstmal gestoppt…Moment mal… hatte ich gestern meinen Yoga-Punkt vermerkt?? Und dann kam es mir: die 30 Tage sind ja schon um! Und ich bin immer noch dabei ! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie ich mich in diesem Moment gefreut habe. Mein Weg auf die Matte braucht kein Überlegen und kein Zögern mehr. Sondern einfach ein loslegen. Oh wie schön.

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Zeitgleich habe ich mich auch bei einem Yoga-Kurs angemeldet. Mein letzter Kurs liegt schon Jahre zurück. Und deshalb es war ungewohnt mal wieder in einer Gruppe zu üben. Aber ich empfinde es auch als Luxus mit einer Lehrerin arbeiten zu können, die die einzelnen Asanas sehr genau herausarbeitet. Denn alleine auf der Matte blieb ich immer irgendwo in meiner Komfort-Zone und schlampte mich durch manch eine Übung.

Jetzt baue ich mein Morgenyoga mit Übungen der Stunde zusammen. Das kann z.B. so aussehen: 3 Runden Sonnengruß, Krieger I, Krieger II, Dreieck, Vorwärtsbeugen und Hüftöffner (da sitzt meine „Problemzone“). Alleine die Bergstellung und den Sonnengruß wirklich sauber zu üben, langsam… und bewusst… macht den Körper schön warm. Das restliche Programm bringt mich dann zum schwitzen und dehnt mich ganz durch. Verschafft meinem Rücken Entlastung und befreit ihn von den Blockaden und Schmerzen. Nach den Übungen fühle ich mich geschmeidiger und warm und stolz mein Schweinehündchen ausgetrickst zu haben.

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Und jetzt überlege ich wie meine nächste 30 Tage Challenge aussehen könnte. Was möchte ich verändern…neu dazu nehmen… üben….??

Doch jetzt erstmal: Weihnachten genießen, Plätzchen knabben, für das neue Jahr Pläne schmieden und sich drauf freuen

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Wie ist das bei Euch? Habt Ihr auch Übungen die ihr täglich macht? Yoga?? oder eher Joggen?

Und wie habt ihr diese Gewohnheit in eurem Leben etabliert?

XOXO Renate

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so – oder so ähnlich – sieht er aus…..

Soooo muss man machen... nix Matte...

… oder zumindest so ähnlich….

Mein Schnuffel sieht im zum Verwechseln ähnlich...

Mein Schnuffel sieht im zum Verwechseln ähnlich…

Bei manchen Menschen sieht er ganz gräßlich aus… so ein Mischtyp von allen Scheußlichkeiten…und dann finde ich erkennt man wenigstens gleich was für ein kleines Monster es ist.

Bei  mir ist das leider anders…

Also bei mir ist er furchtbar niedlich, liebt die warme Couch und lesen und Schoki und…. Wen ich eigentlich meine?
Meinen inneren Schweinehund !! Ein wirklich süsser kleiner Racker… so äußerlich 😉

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Eigentlich ist es eher so ein Schweinewelpe… so mit Schlappöhrchen und sanftem Blick….. kann sich allerdings auch gerne mal in einen Kuschelkater verwandeln…

Alles ist ihm Recht! Hauptsache: Nicht umziehen! Nicht auf die Matte! Nicht schwitzen! Nicht Yoga!
Zumindest nicht jetzt. Später… Ja!! Später – ganz bestimmt! Vielleicht morgen….. dann dafür länger…..

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Um es kurz zu machen:  JA es fehlen ein paar Tage auf meinem Challenge-Plan! Da war ich in Berlin. Auf einer Messe. In einem ganz kleinen Hotelzimmer. Da war gar kein Platz für die Yogamatte. Und mein Schweinewelpchen war auch mit. (Nicht mein Hund – auch wenn er ihm verblüffend ähnlich sieht. Aber das führt jetzt irgendwie auch zu weit….)

Wie auch immer… Jedenfalls gab es viele sehr gute Gründe NICHT zu üben. 😉  Und dann falle ich wieder aus meinem Trott und schwupps –  ist es vorbei mit trikonasana und der Kuh / Katze und dem Zoo aus Yoga. Dann komme ich nach Hause und schau ganz schuldbewußt auf meinen Plan. Also los: „NEU“START

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Und dann tue ich mir etwas Gutes: ich lasse mich motivieren!!
Manchmal motivieren mich komische Sachen. z.B. Perfektion! Und: Zeit für die Ausführung der Perfektion zu haben!
Mit dieser Kombination bekommt man mich 🙂   Immer ! Deshalb habe ich mir ein bisschen Lehrstunde gegönnt:

So…. jetzt aber los: ab sofort gilt wieder: täglich meine kleine Yoga-Sequenz.
In der neuen Ausgabe der Gesund und Leben vom Stern ist übrigens auch ein wundervoller Bericht über Iyengar-Yoga!

Titel:   Achtsamer Leben, zu sich kommen

Sehr schön, für das Tässchen Tee nach dem Yoga.. zum Schmöckern… Belohnung muss sein!
Und zuvor noch ein kleiner Spaziergang durch den Spätherbst und die Novemberwunderwelt.

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Ich werde weiter berichten wie´s mit meiner 30-Tage-Challenge so läuft…..

Wie schaut das bei euch aus?  Gewinnt bei Euch auch immer wieder dieses kleine Schweinewelpenmonster?

xoxo Renate

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Einatmen….Ausatmen….

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Da stehe ich nun in meiner Asana, genauer gesagt im trikonasana – dem Dreieck – und denke immer wieder „einatmen…. ausatmen….entspannen…. Dehnung spüren“ ….  Immer wieder schleichen sich Gedanken ein wie „Na, die Haltung hast du aber auch schon sauberer hinbekommen“ aber was solls…. einatmen…  ausatmen….   jetzt ist erstmal nur wichtig überhaupt hier auf der Matte zu sein !

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Im Moment zeigt sich der November von seiner schönsten Seite. Die Tage sind frisch und kühl und wenn morgens der Nebel über der Landschaft liegt sieht alles ein bisschen nach Zauberwelt aus. Die Spinnfäden die sich um Hagebutten und restliche Blüten winden glitzern im Tau oder – wie im Moment – mit Regentropfen und sehen aus wie feinste Ketten für eine zarte Elfenprinzessin.

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So schön… Alles wird ruhig und langsamer…. An den dunkler werdenden Novembertagen muss ich nichts mehr… Das Wetter ruft dann nicht gerade nach stundenlangen Aufenthalten im Freien und auch wenn ich die täglichen Spaziergänge mit meinem Hund sehr geniesse, habe ich nicht das Gefühl jetzt sofort etwas zu verpassen wenn ich mich länger als eine Stunde im Haus aufhalte. Die Hektik der Weihnachtszeit ist noch nicht da und wie immer nehme ich mir fest vor mich auch dieses Jahr nicht anstecken zu lassen.

Die Natur zieht sich zurück. Im Garten gibt es „nur“ noch Aufräumarbeit: Blätter zusammenrechen, die gelb gewordenen Hostas zurückschneiden, das Laub von der Strasse vorm Haus kehren…Oggl_0261(1)

Oggl_0291Und gerade jetzt ist mir danach immer mehr hinzuschauen was ich als „Überlebenspaket“ mit in die dunkle Jahreszeit nehmen will.
Kennt ihr das auch?

Im Winter ziehe ich mich zurück, igle mich ein und finde alles ganz rasend gemütlich.
Ein Jahr ohne den Wechsel der Jahreszeiten könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Wie auch immer… im Zuge meines Paket schnürens habe ich mir auch überlegt was ich mir denn gerade jetzt Gutes tun soll / kann / darf……. 😉

Das führt mich dann geradewegs in meine 30 Tage Challenge:  Jeden Tag morgens 15 Minuten Yoga !!

Das heißt: jeden Tag…. also wirklich JEDEN Tag…. mal keine Ausreden….
Damit ich für alle Eventualitäten vorbereitet bin, habe ich mir einen Plan erstellt! Als Planliebhaberin seeehr wichtig 🙂
Wenn ich keine Lust habe dann: 15´ ruhiges Yoga  – also auf der Matte liegen… atmen…. Krokodil, Katze, Fisch……  den ganzen Zoo….
Wenn es „grad gar nicht passt“: dann  Abends  und evtl. siehe oben…
Mir all die guten Gründe aufgelistet warum ich auf jeden Fall mein Yoga machen möchte.  Und davon gibt’s genug!!
Und dazu ein Checkblatt auf der ich immer mein Häckchen machen darf wenn es geschafft ist.

Wunderbare Vorlagen dazu gibt es auf etsy.
Ich habe mich dafür entschieden: https://www.etsy.com/de/listing/208852107/habit-the-pretty-documented-planner-add?ref=shop_home_feat_1   Mir hilft soetwas sehr 😉 .
Bisher läuft es sehr gut.. Täglich bin ich hier und übe und atme und dehne mich und stärke meine etwas unflexibel gewordenen Muskeln.

Und so kommt es, dass ich auch jetzt auf meiner Matte stehe, versuche mich aufs Atmen zu konzentrieren und mein Yoga sehr genieße.
Nach 30 Tagen hat man eine neue Gewohnheit geschaffen. Na dann…..  ich hab richtig Lust drauf……

Bis bald

xoxo Renate

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