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Einatmen….Ausatmen….

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Da stehe ich nun in meiner Asana, genauer gesagt im trikonasana – dem Dreieck – und denke immer wieder „einatmen…. ausatmen….entspannen…. Dehnung spüren“ ….  Immer wieder schleichen sich Gedanken ein wie „Na, die Haltung hast du aber auch schon sauberer hinbekommen“ aber was solls…. einatmen…  ausatmen….   jetzt ist erstmal nur wichtig überhaupt hier auf der Matte zu sein !

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Im Moment zeigt sich der November von seiner schönsten Seite. Die Tage sind frisch und kühl und wenn morgens der Nebel über der Landschaft liegt sieht alles ein bisschen nach Zauberwelt aus. Die Spinnfäden die sich um Hagebutten und restliche Blüten winden glitzern im Tau oder – wie im Moment – mit Regentropfen und sehen aus wie feinste Ketten für eine zarte Elfenprinzessin.

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So schön… Alles wird ruhig und langsamer…. An den dunkler werdenden Novembertagen muss ich nichts mehr… Das Wetter ruft dann nicht gerade nach stundenlangen Aufenthalten im Freien und auch wenn ich die täglichen Spaziergänge mit meinem Hund sehr geniesse, habe ich nicht das Gefühl jetzt sofort etwas zu verpassen wenn ich mich länger als eine Stunde im Haus aufhalte. Die Hektik der Weihnachtszeit ist noch nicht da und wie immer nehme ich mir fest vor mich auch dieses Jahr nicht anstecken zu lassen.

Die Natur zieht sich zurück. Im Garten gibt es „nur“ noch Aufräumarbeit: Blätter zusammenrechen, die gelb gewordenen Hostas zurückschneiden, das Laub von der Strasse vorm Haus kehren…Oggl_0261(1)

Oggl_0291Und gerade jetzt ist mir danach immer mehr hinzuschauen was ich als „Überlebenspaket“ mit in die dunkle Jahreszeit nehmen will.
Kennt ihr das auch?

Im Winter ziehe ich mich zurück, igle mich ein und finde alles ganz rasend gemütlich.
Ein Jahr ohne den Wechsel der Jahreszeiten könnte ich mir gar nicht vorstellen.

Wie auch immer… im Zuge meines Paket schnürens habe ich mir auch überlegt was ich mir denn gerade jetzt Gutes tun soll / kann / darf……. 😉

Das führt mich dann geradewegs in meine 30 Tage Challenge:  Jeden Tag morgens 15 Minuten Yoga !!

Das heißt: jeden Tag…. also wirklich JEDEN Tag…. mal keine Ausreden….
Damit ich für alle Eventualitäten vorbereitet bin, habe ich mir einen Plan erstellt! Als Planliebhaberin seeehr wichtig 🙂
Wenn ich keine Lust habe dann: 15´ ruhiges Yoga  – also auf der Matte liegen… atmen…. Krokodil, Katze, Fisch……  den ganzen Zoo….
Wenn es „grad gar nicht passt“: dann  Abends  und evtl. siehe oben…
Mir all die guten Gründe aufgelistet warum ich auf jeden Fall mein Yoga machen möchte.  Und davon gibt’s genug!!
Und dazu ein Checkblatt auf der ich immer mein Häckchen machen darf wenn es geschafft ist.

Wunderbare Vorlagen dazu gibt es auf etsy.
Ich habe mich dafür entschieden: https://www.etsy.com/de/listing/208852107/habit-the-pretty-documented-planner-add?ref=shop_home_feat_1   Mir hilft soetwas sehr 😉 .
Bisher läuft es sehr gut.. Täglich bin ich hier und übe und atme und dehne mich und stärke meine etwas unflexibel gewordenen Muskeln.

Und so kommt es, dass ich auch jetzt auf meiner Matte stehe, versuche mich aufs Atmen zu konzentrieren und mein Yoga sehr genieße.
Nach 30 Tagen hat man eine neue Gewohnheit geschaffen. Na dann…..  ich hab richtig Lust drauf……

Bis bald

xoxo Renate

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Der Weg zu Klarheit im Chaos

Kennt ihr das auch: wenn Chaos – dann aber auch überall ??!
Man hat das Gefühl gar keinen klaren Gedanken mehr fassen zu können und möchte eigentlich an 10 Ecken gleichzeitig mit verschiedenen Dingen anfangen. Ich ringe in solchen Zeiten immer um Klarheit und Ruhe…. und manchmal verliere ich… und Fräulein Chaos wirbelt mich völlig durcheinander und nimmt meinen letzten Nerv mit in die ewigen Jagdgründe….

Da fällt mir bei einer Tasse Tee ein:
Wenn im Kopf mal wieder Chaos herrscht, dann hat der Ayurveda ein Rezept:
Überprüfe den Gebrauch deiner Sinne!
Soll heißen: jede Krankheit und Disharmonie hat ihren Ursprung -auch- im falschen Umgang mit unseren Sinnen.

Ein bisschen Ayurveda-Philosopie  😉 : Die Sinne sind unsere Hauptpforten zur Außenwelt und „ernähren“ unser Bewusstsein.Der richtige Gebrauch der Sinne lässt uns gesund und glücklich sein – der falsche Gebrauch führt zu Störungen und Krankheiten.
Dr. David Frawley legt das in seinem Buch „Vom Geist des Ayurveda“ wunderbar dar. Einfach gesagt: Pflege deine Sinne und du hältst jedem Sturm stand.

Hört sich wirklich wunderbar an…. So einfach….    Und wo fange ich jetzt an ????

Also mache ich mich auf den Weg es umzusetzen. Bei mir als „Pitta-Frau“ findet ein wichtiger Teil dieser geistigen Ernährung über die visuellen Sinne statt. Heisst ganz simpel: mir ist wichtig, was ich sehe, nehme vieles über die Augen auf.

Und weil heute so ein wunderbares Frühlingswetter war, saß ich auf der Terrasse und sah mich mal bewusst um.
Vertrocknete Stängel und Blätter, altes Laub, Überreste von Balkonblumen, leere Blumentöpfe, der Couchbezug noch eingemottet………

Dann hab ich angefangen mit dem Garten Chaos.. denn wo ich anfange ist ja egal… Hauptsache loslegen 🙂

Collage

Und dann habe ich geschnibbelt, geräumt, gefegt und und und…
Je mehr ich getan habe, dest klarer wurde es in meinem Kopf. Wenn im Außen so ein Durcheinander herrscht, dann braucht es wirklich nicht viel, um Dasselbe in meinem Kopf zu haben. Aber: umgekehrt geht´s eben auch.

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Terrasse-fertig

Das fühlt sich gut an  🙂   🙂

Deshalb schnapp ich mir eine heiße Tasse Cappuchino und schlender durch den Garten und das Haus und lasse meinen Blick schweifen über die Ecken, die meine Augen stören.

Und ich sage Euch… es gibt viel zu tun… morgen packe ich´s wieder an! Denn es hat wunderbar funktioniert – mein Ayurveda-Rezept.

Und wie ist das bei Euch?? Wie bekommt ihr einen klaren Kopf in solchen Situationen?

Ich freue mich auf Eure Tips und Erfahrungen.

Ganz liebe Grüße