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30/10 Projekt – Tag 4 – einfach auf die Matte

Oggl_092510 Minuten Stille. 10 Minuten Zeit für mich. Niemand möchte etwas von mir und es wartet auch nicht Wichtiges auf mich.
Ich gönne mir die einzelnen Bewegung laaangsaam auszuführen. Mein Atem fließt wie von selbst und ich entdecke überrascht, dass sich der Atem den Bewegungen wie von selbst anpasst. Oder sind es die Bewegungen die sich dem Atmen anpassen?? Wie auch immer… egal…. meine Zeit. Es darf einfach gut tun. Wann gönnt man sich sowas schon mal?

Heute ist Samstag und ich bin vor einer Stunde mit der besten Tochter von einer ausgedehnten Shoppingtour wieder zu Hause angekommen. Müde und mit viiel Lust auf einen Cappuccino.

Dann habe ich mir aber meine Matte geschnappt, ein Kerzelchen angemacht und den Wecker gestellt. 10 Minuten.
Ich habe wieder den Sonnengruß geübt….. und er fühlte sich ganz anders an…?!
Erstaunlich. Liegt es daran, dass nach einem turbulenten Tag so ganz plötzlich Ruhe einkehrt und man sich dann anders fühlt?? So wie wenn Besuch da war und der sich dann irgendwann nach viel lachen, erzählen und Trubel wieder verabschiedet. Dann kommt mir das Haus auch oft so ungewohnt still vor. So ähnlich geht es mir heute beim Yoga.
Ich bin mir noch nicht ganz im Klaren ob mir dieses Gefühl nun gefällt oder nicht… .Hm… es zeigt mir doch zumindest, dass mich Yoga ganz schnell und vielleicht auch unvermittelt in eine Stille bringt, die in einem großen Gegensatz zum heutigen Tag steht.

Auf meiner Matte bin ich ganz bei mir. Spüre meinen Körper und für meine Gedanken gibt es keine Ablenkung mehr. Den ganzen Tag nehmen meine Sinne auf. Geräusche. Bilder. Farben. Begegnungen. Musik. Nachrichten. So vieles fließt vorbei. Das meiste unbewusst und unbeachtet. Doch auf meiner Yogamatte war es heute, als würde ich es während des gewohnten Ablaufes und Bewegens sortieren und „verdauen“.

Und noch etwas ist mir aufgefallen: Die einzelnen Asanas fielen mir leichter als am 1. Tag!
Ich hatte heute immerhin die Möglichkeit auf meinen Atem zu achten, da mein Körperchen brav und geschmeidig in die Haltungen geglitten ist. Immer noch wird mir immens warm bei diesen „nur“ 10 Minuten aber etwas ist anders. Schön! 🙂

Den Link zum Mondgruß von der lieben Zitronentarte habe ich erst später entdeckt, sonst hätte ich heute mit Sicherheit den Mundgruß ausprobiert. Denn es war ja doch schon 18.00 Uhr und nach dem Shoppen wäre es bestimmt eine tolle Abfolge geworden. Aber es liegen ja noch einige Tage vor mir ❤

Jetzt bin ich durchgewärmt und entspannt und ein wenig müde. So wohlig in Feierabend-Stimmung 🙂

XOXO Renate

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30/10 Projekt – 3. Tag – total fertig

das heute ist so ein typischer Tag, wie er mir schon so oft in die Parade gefahren ist. Aber: heute bin ich auf der Hut!

Heute morgen, zu meiner Yogazeit, hatte ich nicht eine Minute um zu üben. Freitags ist schwierig. Da habe ich das Haus voll. Mit unserer Sekretärin und meiner Perle die durchs Haus wirbelt ist an Yoga nicht zu denken.

Doch ich nehme mir gaaanz fest vor es heute Abend nachzuholen. Bestimmt. Naja, ich melde mich ob´s geklappt hat 😉

WP_20140505_017Und… geübt??

Endlich wieder zu Hause. Nach den Bürostunden bin ich noch in die nahe Großstadt gefahren und habe mich mit meinen Lieblingsmenschen getroffen und bei Kaffee geratscht, die Sonne genossen und gelacht. Einfach super schön. Und jetzt bin ich redlich müde. Ich fühle mich so, wie mein Hund aussieht 🙂

Aber: Es wartet ja noch mein Yoga auf mich. Also habe ich die Matte ausgerollt und wirklich losgelegt. Nicht mit den Sonnengrüßen, sondern mit Allem was meinem Rücken gut tut: Beckenschaukel, Kuh und  Katze, Krokodil, Drehsitz, Langsitz….

Ich habe das Gefühl meinen Rücken wieder entspannt und die Wirbel „aufgefädelt“ zu haben. Das tat jetzt noch richtig gut. Trotz Müdigkeit. Aber ich will ehrlich sein: ohne mein Projekt hätte ich wahrscheinlich geschwänzt 😉 Dabei sind die Minuten nur so geflogen.

Ich weiß, dass es neben den Sonnengruß auch eine Abfolge für den Abend gibt. Mondgruß???  Aber leider kenne ihn den Ablauf nicht. Schade. Darauf hätte ich so richtig Lust gehabt.

Kann mir jemand von Euch weiterhelfen? Kennt jemand diese Übungsfolge für Abends? Ich würde mich über Kommentare riesig freuen.

Jetzt wünsche ich Euch noch einen schönen Abend

Alles Liebe
XOXO Renate

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30/10 Projekt – Yoga 1. Tag

30/10 Projekt soll heißen: 30 Tage lang täglich 10 Minuten Yoga.

…. jaja… es ist immer noch ein Thema, an dem ich arbeite. Meine täglichen 10 Minuten. Man möchte nicht glauben was mir da alles so einfällt warum es gerade jetzt – gerade heute – nicht geht. Da gibt es terminliche, gesundheitliche, familiäre, seelische und unerklärbare Gründe. Beliebig auswechselbar.

Frühlingsblumen

Deshalb habe ich mich jetzt entschlossen das Ganze als Projekt zu verpacken.

Denn die Bestandsaufnahme ist: ich habe zu viel auf den Rippen, werde immer unbeweglicher und bin mit mir ganz und gar nicht zufrieden.

Ziel

Und was möchte ich mit diesem Projekt?

Eigentlich „nur“ beobachten.
Ich habe so viele gehört die sagen: „Ach 10 Minuten bringen doch wirklich gaar nichts. Da musst du schon wenigstens 30 Minuten täglich üben, damit du was merkst“.  Aber es ist mit so manchen Dingen. Jeder weiß was – aber keiner weiß es wirklich. Hat es ausprobiert oder mit jemandem gesprochen der es ausprobiert hat. Ich möchte also in diesen Tagen einfach nur beobachten was passiert mit mir?

  • Wie geht es mir während des Übens?
  • und danach?
  • Was verändert sich körperlich?
  • Ändert sich überhaupt etwas?
  • Bekomme ich vielleicht mehr Lust an der Bewegung und damit auch an Joggen etc?? (Das käme einem Wunder gleich, aber ich traue Yoga ja so einiges zu 😉  )
  • Wie verändert es mein Denken, Fühlen?
  • oder bringen diese paar Minuten wirklich gar nichts – wie viele behaupten?
„Erstes“ Üben – 1. Tag

Ich habe beschlossen mit einem 10 Minuten Fluss von suryanamaskar – Sonnengrüßen – zu starten. Also 10 Minuten Sonnengrüße. Eigentlich kein Problem… dachte ich!
Beginnend mit dem Strecken und dehnen nach oben, dem fließen nach unten und dem Ablauf komme ich so langsam wieder in den gewohnten Fluss.
Zum Himmel… zur Erde…. im Hund den Rücken strecken *hmm tut gut*… nach vorne… und runter…

Da ertappe ich mich bereits nach ein paar Minütchen – es können höchstens 2 gewesen sein – dass ich mir schon überlege warum ich das hier eigentlich jetzt abrechen sollte: Ich muss dringend telefonieren, und eine Mail schreiben bevor ich´s vergesse, und eine Whatsapp wegen einem Termin soll auch schnell raus. Also warum nicht mal kurz unterbrechen und das alles erledigen. Ist doch dann viel entspannter und dauert ja auch nicht lange. Ein kleines Teufelchen im Ohr hat wirklich gute Argumente. Aber ich muss lachen. Himmel, es sind doch erst ein paar Minuten und ich bin schon auf der Flucht?? Wie auf der Matte, so im Leben heißt es doch. Haue ich da auch ab, wenn es mir zu anstrengend wird??

Während ich darüber nachdenke fließe ich weiter im suryanamaskar. Einfach Eins ans Andere reihend. Und so langsam wird mir warm. „Reicht schon! Zeit ist eh gleich um!!!“ Höre ich es in mir krähen. Also gut. Ein Blick auf die Uhr: noch 5:39 Minuten. Meine Güte. Ich hab das doch noch nie als so anstrengend empfunden.

Also zwinge ich mich weiter in mein Yoga. Das kann doch nicht sein, dass das so schwer ist. Ich weiß aus meinem früheren Yoga-Alltag, dass es immer einmal Tage gibt, an denen die Yogapraxis sich langzieht wie Kaugummi und an anderen kann ich gar nicht genug bekommen.

Heute ich ein Kaugummi-Tag.

Die letzte Runde kommt mir vor als müsse ich einen Elefanten zum Markt tragen. Ich schwitze und mein Körper fühlt sich träge und schwer an.
Dann erlöst mich das helle Ping meines Handys. Zeit um! Geschafft!

Und dann??

schwitzend habe ich heute meine Matte wieder aufgerollt. Ich finde es spannend wie aggressiv ich werden kann, wenn ich durch etwas Unangenehmes gezwungen werde. Selbst wenn ich es selbst bin, die sich zwingt. Aber ich habe es geschafft. Und mein Körper fühlt sich warm und – ich glaube es kaum – geschmeidig bewegt an.
Nur 10 Minuten – spannend *gnihihi*

Sagt mal, kennt ihr das auch? Das selbst so kurze 10 Minuten so schwer einzuhalten sind? Wie schafft ihr es euch nicht ablenken zu lassen. Ich freue mich über Eure Kommentare 🙂

XOXO Renate